Meistens beginnt es mit einer Diät. 5 Kilo sind das Ziel. Aber dann wird die Diät fortgesetzt, wenn die 5 Kilo weg sind. Und die Essstörung beginnt.
Bulimie und Anorexie: Es gibt verschiedene Essstörungen: Bei Anorexie, oder Magersucht, gibt man seinem Körper so wenig Nahrung wie möglich. Bei Bulimie, oder Ess-Brech-Sucht, isst man normal oder sogar ganz viel und steckt danach einen Finger in den Hals, bis man sich erbricht.Bei Essstörungen geht es nicht nur um die Figur und das Gewicht, oft stecken andere Probleme dahinter. Vielleicht Familienprobleme oder zu hohe Erwartungen. Mit einer Essstörung kann man etwas in seinem Alltag kontrollieren: Nämlich was man isst, und wie viel man wiegt.
Männer und Frauen: Sehr viele Jugendliche sind mit sich selbst unzufrieden. Sie möchten dünner sein. Bei jedem fünften 11- bis 17-Jährigen befürchtet man eine Essstörung. Viel mehr Mädchen als Jungen sind von einer Essstörung betroffen. Sie sind auch jünger, zwischen 15 und 18. Der Körper verändert sich in dieser Zeit.Die betroffenen Männer sind meistens zwischen 18 und 25 Jahren. In dieser Zeit möchten sie Muskeln aufbauen und beginnen deshalb mit einer Diät.
Folgen: Essstörungen sind schwere Krankheiten. Der Körper funktioniert natürlich nicht ohne Nahrung. Man hat keine Energie für die Schule oder für Freizeitaktivitäten. Es wird einem oft schwindelig. Das Herz schlägt langsamer. Die Menstruation bleibt aus. Die Haare fallen aus, aber die Behaarung im Gesicht und am Körper wächst, weil es in der Haut keine Fettschicht mehr gibt, die vor Kälte schützt. Die Knochen brechen leichter. Bei Bulimie zerstört die Magensäure die Speiseröhre und die Zähne.10–15 % aller Magersüchtigen sterben, oft an einem Herzinfarkt.
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