40 Jahre lang existierte die Deutsche Demokratische Republik (DDR) neben der Bundesrepublik Deutschland (BRD) als zweiter deutscher Staat, getrennt durch bewachte Grenzen und Mauern. Laut Verfassung waren in der DDR alle Bürger gleich. Der Staat übernahm Großteile des Privateigentums und verstaatlichte die Wirtschaft. Es galt das Prinzip des Sozialismus. Die SED, die einzig regierende Partei, kontrollierte alle Lebensbereiche, von der Ausbildung der Kleinkinder über die Freizeitgestaltung bis hin zur Arbeitsplatz- und Wohnungswahl. Wer sich der Partei in den Weg stellte, wurde überwacht und verfolgt.
Die Gründung der DDR
Die Sowjetunion als Vorbild
Diktatorische Staatsführung
Die Köpfe der Partei
Die verstaatlichte Wirtschaft
Billige Brötchen, teure Ananas
Die Gründung der DDR
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 beschlossen die Siegermächte Frankreich, Großbritannien, die USA und die Sowjetunion, das deutsche Staatsgebiet in vier Besatzungszonen aufzuteilen. Zudem bekam jede Besatzungsmacht jeweils einen Teil der Hauptstadt Berlin. Das Ziel war es, den Nationalsozialismus zu beenden und die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen.
Schon nach zwei Jahren war das Verhältnis zwischen den Ost- und Westmächten gespalten. Die Sowjetunion verfolgte eine aggressive Politik und war bemüht, die eigene Weltanschauung gen Westen zu verbreiten. Vor allem die USA beobachteten diese Entwicklung mit Misstrauen.
Kapitalismus und Kommunismus – beides schien unvereinbar. Bereits im März 1946 sprach der britische Premierminister Winston Churchill von einem "Eisernen Vorhang", der den Westen vom Osten trenne. Ein Jahr später beschlossen die USA, mit dem Marshallplan den Kommunismus in Europa einzudämmen. Der Kalte Krieg begann.
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