Eine Klassenkameradin von Paul erzählt, dass er ein sehr ruhiger Junge war. Die Schüler wussten nicht, dass Paul ein Jude war, und eines Tages ist er plötzlich verschwunden. Erst später wurden sie erzählt, dass Paul nicht zurückkehren würde.
Paul D. wurde im 1928 geboren. Er hatte eine jüdische Mutter und einen arischen Vater. Diese Herkunft ist erst wichtig nachdem sie 1935 die Nürnberger Rassegesetze verabschiedet hatten. Er war als Halbjude gestempelt, und die Familie ist noch nach Niendorf gereist. Paul kam in die Volksschule, aber am 15. November 1938 wurde allen jüdischen Schülern der Besuch in deutschen Schulen verboten. Halbjude war davon noch nicht betroffen, und Paul schließt sich Hitler-Jugend an. Doch gab es keinen Schutz für Paul, als die anti-jüdische Maßnahmen verschärft wurden. Paul und seine Mutter würden im 1943 angezeigt. Die Mutter wurde verhaftet und kam ins Fuhlsbüttel. Ihr wurde nahegelegt sich von ihrem Mann zu trennen. Die Scheidung wurde ausgesprochen und fünf Tage später würden Paul und seine Mutter nach Theresienstadt deportiert. Das Wort „arisch“ ist ausgestrichen und ersetzt mit dem Wort „Halbjude“, welche für Paul ein Todesurteil war.
Nach anderthalb Jahre wurde Paul ohne seine Mutter in das Vernichtungslager Auschwitz gebracht. Acht Tage später schaffte man ihn in das KZ-Dachau, und hier starb er am 15. Dezember 1944.
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