Das Trauerspiel "Emilia Galotti" wurde verfasst von Gotthold Ephraim Lessing im Jahre 1772. Es setzt sich zusammen aus fünf Aufzügen mit jeweils einer verschiedenen Anzahl von Auftritten. Der folgende Text besteht aus einer Szenenanalyse des vierten Aufzuges, erster Auftritt in Form von einer Linearanalyse.
Die Szene setzt sich zusammen aus einem längeren Dialog zwischen dem bürgerlichen Berater Marinelli und dem Prinzen auf dem Lustschloss. Der Prinz hat von dem Tod des Appiani erfahren und ist nun besorgt, dass er als der Schuldige verurteilt wird. Er selber bewährt darauf, dass er unschuldig sei, da er den Tod des Appiani nicht gewollt hat.
Sein bürgerlicher Berater Marinelli behauptet jedoch auch, dass er unschuldig sei, da der Graf ihm noch Satisfaktion schuldet und er nun nicht zum Duell gegen Ihn antreten kann. Das zentrale Thema im Dialog ist die Frage um Schuld, also wer den Grafen umgebracht hat. Zum Schluss einigen sie sich, dass der Tod Appianis nur ein Zufall ist.
Vor dem Dialog zwischen Marinelli und dem Prinzen erfuhren beide durch Claudia, Mutter von Emilia, von Appianis Tod. Claudia erkennt Marinelli als denjenigen wieder, der sich noch kurze Zeit zuvor mit den Grafen stritt. Sie erklärt ihm ich, dass das letzte Wort des Grafen "Marinelli" gewesen sei und fragt nach der Verbindung zu ihm. Marinelli behauptet sein bester Freund gewesen zu sein und erläutert auf Nachfrage der Mutter, dass es Emilia gut geht und der Prinz sie umsorgt.
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