Die deutsche Fußballspielerin Lira Bajramaj wurde im Jahr 1988 in Kosovo geboren. Als sie Vier Jahre alt war, flohen ihre Eltern mit sie und ihren beiden Brüdern nach Deutschland. Hier taten die Eltern viel um den Kindern in der deutschen Gesellschaft integrieren zu lassen. Lira Bajramaj war die erste Muslimin in der deutschen Frauennationalmannschaft. Sie hat mit dieser Mannschaft viele Medaillen gewonnen und im letzten Jahr wurde sie zur Spielerin des Jahres ernannt. Vor ein paar Jahren wurde ihre Autobiografie veröffentlicht, worin sie ihren Weg zum Erfolg beschreibt. Sie hofft, dass sie mit ihrer Erfahrung andere Mädchen helfen kann, die einen ähnlichen Hintergrund haben. Sie möchte ihnen davon überzeugen, dass sie kämpfen müssen. Deswegen wird sie von der deutschen Regierung als Beispiel für erfolgreiche Integration benutzt. In dem folgenden Interview spricht sie mit der Zeitung „taz“ über ihr Leben.
Lira Bajramaj:
Lira Bajramaj war Vier Jahre alt, als ihre Familie als Flüchtlinge nach Deutschland kamen. Das Land Kosovo, wo sie herkommt, war gebeutelt und sie mussten fliehen, weil ihr Vater von der serbischen Polizei gesucht wurde. Wie viele andere Kosovo-Albanern, wurde die Familie in einem Asylantenheim untergebracht. Lira war im Kindergarten die einzige Ausländerin und niemand wollte mit ihr spielen, weil sie Schwierigkeiten mit der Kommunikation hatte. Als sie Deutsch gelernt hatte, bekam sie viele neue Freunde. Sie wurde aber auch mit rassistischen Sprüchen angesprochen, wie z. B. „Du Zigeunerin.“ Dies kam aber nicht im Weg für ihre Karriere als Fußballspielerin. Sie fing an mit ihren Brüdern zu spielen und es hat für sie Spaß gemacht, weil sie besser als die anderen wurde. Es hat ihr Anerkennung gebracht und dies hat ihr gut gefallen. In der Grundschule wurde sie als Erste vor den Jungs ausgewählt, wenn sie spielten. Für Lira war es aber nicht immer leicht.
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