Das Jahr war achtzehn hundert neun und siebzig. Rodolphe Lindt, Sohn eines Apothekers in Bern, wollte Schokolade herstellen.
Rodolphe Lindt war Konditor – aber auch ein Mann der leidenschaftlichen Schokolade herstellen wollte, die nicht hart war und sich im Mund wohl fühlte. Er kaufte eine alte Fabrikhalle mit antiquierten Maschinen. Er experimentierte und experimentierte, aber nichts funktionierte. Gegenteil! Es gab eine weiße Schicht auf der Schokoladenmasse.
Es war sein Bruder Auguste, ein Apotheker, der die weiße Beschichtung analysierte, und es stellte sich heraus, völlig harmlos zu sein. Es war kristallisiertes Fett. Die Tests dauerten bis weit in die Nacht. Mehr Kakaobohnen? Mehr Kakaobutter? Niemand hatte es vorher getan! Er arbeitete an dem Rezept, dachte darüber nach, experimentierte. Aber egal, was er tat, er war seinem Ziel nicht näer. Dann kam ein schicksalhafter Freitagabend. Rodolphe Lindt verließ das Werk, ohne ihre Arbeit zu beenden – und ohne die Maschinen auszuschalten. Hat er es vergessen, weil er beschäftigt war? Oder war es absichtlich? Hatte er ein Gefühl, Wir wissen es nicht. Aber die Maschinen rührt das ganze Wochenende weiter.
Seit fast ein hundert fünfzig Jahren versuchen Schokoladenhersteller in der Schweiz und im Rest der Welt, das Geheimnis hinter dem Familienrezept zu finden. Aber das ist noch niemandem ganz gelungen. Die Schokolade von Rodolphe Lindt, die im Mund schmilzt, ist nicht nur ein Symbol für die weltbekannte Schweizer Schokolade, sondern auch für die innovativen, erfinderischen und erfolgreichen Unternehmer aus diesem kleinen Land mitten in Europa.
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