Der Krieg und die ersten Atombomben hatten deutliche Spuren hinterlassen und die Menschen waren bereit für eine neue, friedliche Anwendung der Atomtechnologie. Alles schien auf einmal möglich zu sein. Würde Strom bald kostenlos sein? Würde man mit Hilfe der Atomenergie die Antarktis besiedeln? Würde es bald Atomautos, -flugzeuge oder -häuser geben? Das alles schien zum Greifen nah und eines war sicher: Es würde eine "strahlende" Zukunft werden! Schon ein paar Jahre später kam die Ernüchterung. Es stellte sich heraus, dass Atomenergie gar kein so einfaches Unterfangen war. Und teuer noch dazu! Von der Theorie bis zu Praxis war es doch noch ein weiter Weg. Sollten wir also Atomenergie nutzen?
Es gibt drei gute Gründe, warum wir auch in Zukunft Atomkraft nutzen sollten.
1. Atomkraft rettet Leben
Laut einer Studie, die 2013 von der NASA veröffentlicht wurde, hat Atomkraft ca. 1,8 Millionen Tode verhindert. Sogar, wenn man die Todesopfer von Tschernobyl und Fukushima mit einberechnet, ist sie die am wenigsten tödliche Form der Energiegewinnung. Atommüll ist zwar wahnsinnig giftig, aber er wird sorgfältig eingelagert, während die giftigen Nebenprodukte von fossilen Brennstoffen einfach in die Luft ausgestoßen werden. Eine verminderte Nutzung fossiler Brennstoffe hilft deshalb schon Krebs- und Lungenerkrankungen, sowie Unfälle in Kohleminen zu reduzieren. Hat man die Wahl zwischen gefährlichem Zeug, das in einem tiefen Loch verscharrt wird, und ganz viel gefährlichem Zeug, das in unsere Atmosphäre geschleudert wird, dann scheint Ersteres doch das kleinere Übel zu sein. Atomkraft kommt uns aber wesentliche gefährlicher vor, denn große Katastrophen brennen sich tief in unser Gedächtnis ein. Darum schätzen wir Fliegen auch oft gefährlicher ein als Autofahren. Auch im besten Fall würde ein Umstieg auf 100% erneuerbare Energien mindestens 40 Jahre dauern. Mindestens für diesen Zeitraum wäre es also klüger auf Kernkraft umzusteigen und noch ein paar Leben zu retten.
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