Momo ist von Michael Ende geschrieben worden, und ist in vielen Übersetzungen gedruckt. Wir haben aber eine Verkürzung vom Roman gelesen.
Momo war ein Mädchen, das in einer alten Ruine eines Amphitheaters lebt. Momo trug eine Rick, die aus allerlei bunten Flicken zusammengenäht war. Im Winter trug sie eine alte Männerjacke darüber, und dann trug sie manchmal Schuhe. Aber es waren zwei verschiedene Schuhe, die nicht zusammenpassten, und die viel zu groß waren.
Eines Tages kamen einige Männer und Frauen aus der näheren Umgebung zu ihr und versuchten sie auszufragen. Momo war sehr ängstlich, denn sie fürchtete, die Leute würden sie wegjagen oder in ein Heim stecken.
Aber es waren nette Leute, die Momo helfen wollten, und als sie nach Hause gingen, war Momo sicher, dass sie immer was zu essen hatte.
Momo hatte viele Freunde, die viel zu ihr kamen, und man sah fast immer jemand bei ihr in der Ruine sitzen. Die Menschen gingen zu Momo, weil sie was Besonderes konnte: Zuhören. Momos beste Freunde waren ein schweigsamer Alter und ein zungenfertiger Junge. Beide kamen jeden Tag zu Momo um alles mit ihr zu teilen, was sie hatten.
Der Alte hieß Beppo Straßenkehrer, der in der Nähe des Amphitheaters in einer Hütte wohnte. Manche Leute waren der Ansicht, Beppo sei nicht ganz richtig im Kopf. Das kam daher, dass er auf ihre Fragen keine Antwort gab. Aber wenn er eine Antwort für nötig hielt, dachte er über diese sehr viel nach, und es dauerte manchmal zwei Stunden, mitunter aber auch einen ganzen Tag, bis er etwas antwortete. Damit konnte er sich sicher sein, dass er niemand etwas Unwahres sagte. Nur Momo konnte so lange warten, sie hatte immer Zeit für ihre Freunde.
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