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Hanna Schmitz: en personlig beretning

  • Tysk
  • Afleveret til 12
  • 2 sider PDF

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Hanna Schmitz: en personlig beretning er en tysk-opgave, afleveret til karakteren 12. Fylder 2 sider (638 ord, ca. 3 min. læsning) og blev publiceret 24. november 2011.

En dybdegående personlig beretning fra Hanna Schmitz, hovedpersonen i Bernhard Schlinks roman 'Der Vorleser'. Teksten udforsker hendes liv med analfabetisme, hendes rolle som SS-vagt under Anden Verdenskrig, forholdet til Michael Berg, og hendes kamp for at lære at læse og skrive i fængslet. En fortælling om skyld, skam og forsoning.

Redaktørens vurdering
10 Fortrinlig
Velskrevet og dybdegående personlig beretning fra Hanna Schmitz' perspektiv, baseret på romanen 'Der Vorleser'. Giver god indsigt i karakterens motivationer og skæbne.
Struktur
12
Faglig dybde
10
Kilder
12
Fuldstændighed
10
  • analfabetisme
  • anden verdenskrig
  • auschwitz
  • bernhard schlink
  • der vorleser
  • hanna schmitz
  • michael berg
  • retssag
  • skyld
  • tysk litteratur

Wenn ich so auf mein Leben zurückschaue, ist mein ganzes Leben von der Tatsache geprägt, dass ich weder lesen noch schreiben konnte.

Mein Name ist Hanna Schmitz. Ich wurde am 21.Okt.1922 in der Nähe von Hermannstadt geboren. In Siebenbürgen bin ich aufgewachsen. Ich weiß nicht wie ich es geschafft habe in meiner Schulzeit zu vertuschen, dass ich weder lesen noch schreiben konnte, da ich keine großartige Erinnerungen daran habe. Es scheint mir zumindest geglückt zu sein.

Mit 17 Jahren bin ich nach Berlin gegangen um bei Siemens zu arbeiten. Hier konnte ich ganz ich selbst sein, da ich für die Arbeit nicht lesen oder schreiben musste. Doch als ich eine Stelle als Vorarbeiterin angeboten bekam, bekam ich Panik. Was sollte ich tun? Als die SS dann Frauen für den Einsatz im Wachdienst gesucht hat, habe mich dort sofort beworben, und bin im Herbst 1943 zur SS gegangen. Bis Frühjahr 1944 habe ich als Aufseherin in Auschwitz gearbeitet und bis Winter 1944/1945 bei Krakau. Ich hatte eine Gruppe von Frauen zu beaufsichtigen. Jeden Monat musste ich die Schwächsten aussortieren, die dann zurück nach Auschwitz geschickt wurden. Ich weiß nicht warum, aber ich hatte das Gefühl ich müsste mich um diese Frauen besonders kümmern. Ich ließ sie nicht arbeiten und sie bekamen bessere Essen. Abends bat ich sie in mein warmes Zimmer und sie mussten mir etwas vorlesen.

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