Am 3. Oktober wird in Deutschland der 'Tag der deutschen Einheit' gefeiert. Denn am 3. Oktober 1990 wurde aus dem geteilten Deutschland wieder ein Land. 40 Jahre lang – von 1949 bis 1990 – war Deutschland in zwei Staaten geteilt: Im Westen gab es die Bundesrepublik Deutschland, kurz BRD – und im Osten die Deutsche Demokratische Republik, abgekürzt DDR.
DDR und BRD beschlossen, ab Juli 1990 eine gemeinsame Währung zu benutzen: Jeder Bürger der DDR konnte sein Geld in D-Mark umtauschen, das Geld mit dem bereits seit vielen Jahren in der BRD gezahlt wurde. Die DDR-Mark wurde abgeschafft. Nur einen Monat später entschied die Regierung der DDR, dass ihr Land der Bundesrepublik Deutschland beitreten solle. Am 3. Oktober 1990 trat der so genannte Einigungsvertrag in Kraft. In der neuen Hauptstadt Berlin wurde die Wiedervereinigung mit einem Festakt und einem großen Feuerwerk gefeiert.
Baustelle Deutsche Einheit
Die Umstellung der ostdeutschen Wirtschaft auf marktwirtschaftliche Bedingungen ist schwierig und teuer. Viele ehemalige Volkseigene Betriebe der DDR sind marode und arbeiten unproduktiv. Die Treuhandanstalt privatisiert rund 6.000 Unternehmen und legt 3.700 still. Millionen von Ostdeutschen verlieren ihre Arbeit und sorgen sich um ihre Zukunft. Auch der Aufbau einer modernen Infrastruktur, wie Straßen, Schienen und Telefonnetz, im Osten ist kostenintensiv. Zur Finanzierung der Einheitskosten führt die Bundesregierung 1991 einen Solidaritätsbeitrag ein.
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