Mein Wecker klingelte um 6 Uhr, damit ich mich noch in Ruhe fertig machen konnte, um dann meine Arbeit als Fliesenleger in einer kleinen Firma hier im Ort antreten zu können. Ich stand auf, machte mich fertig und nahm mein Frühstück eher m vorbeigehen zu mir. Meine Mutter hatte es mir am Morgen fertig gemacht. Sie war aber schon längst weg. Plötzlich klingelte das Telefon: ,,Ja hier ist Hausmeister Schmidt. Du kannst heute zuhause bleiben. Wir haben einen Rohrbruch.", ich sagte noch etwas verschlafen dass ich es verstanden habe und wünschte ihm noch einen schönen Tag trotz des Rohrbruches. Na Super. Jetzt bin ich schon um halb 7 wach. Was soll ich denn jetzt noch machen? Ich ging in mein Zimmer und entschloss mich dazu einfach im Internet zu surfen. Ich schmiss meinen Computer an und loggte mich bei einem Chatroom ein. Hier stehen auch alle wichtigen Daten zu mir. Ich bin noch Single, heiße George bin 18 und wohne in der nähe von Hamburg. Ich ging in eine Art Speed-Dating room. Dort wurde man wahllos Usern zugestellt, ähnlich wie bei Chatroulette. Wenn beide Partner eine Art Like-Button klickten wurden Sie zu einer Privaten Konversation geladen. Nach einigen Minuten blickte ich auf meinen Bildschirm und sah einen jungen Mann. Er trug eine Uniform und lächelte mich an. Wir hielten einen kurzen Smalltalk ab und redeten in einer Privaten Konversation weiter. Sein Name war Leon und er war etwa 20 Jahre alt. Er arbeitete bei der Bundeswehr. ,,Du arbeitest bei der Bundeswehr?" ,,Ja das tu ich" ,,Wirst du auch in den Krieg ziehen?" ,,Ja leider. In etwa 2 Wochen..." Ich blickte auf meinen Bildschirm. Ein glückliches Gesicht sah anders aus. Ich merkte, dass es ihn beschäftigte. Ich sagte ihm, dass er auf sich aufpassen soll. Er nickte nur und schrieb weiter: ,,Ich möchte dich treffen!" ,,Ich wohne in Hamburg." ,,Ich auch" Ich war überglücklich. Wir verabredeten uns für den nächsten Tag. Wir trafen uns in einem Café, gleich um die Ecke. Ich hatte schon Platz genommen als Leon um die Ecke kam. Als wir uns nun ganz persönlich sahen wusste ich sofort, dass wir Seelenverwandte waren. Etwas Magisches verband uns direkt miteinander. Er trug nicht mehr seine Uniform sondern ein kurzes Shirt mit einer langen Jeans. Ich sprach ihn auf das Leben bei der Bundeswehr an und das dies doch sehr schwer sein müsste. Er stimmte zu, der Gedanke, dass er nun in den Krieg ziehen müsste beschäftigte ihn sehr. Seine tiefe Stimme ließ meinen trockenen Hals vibrieren, so wie ein Glas das auf den Boden fällt. Mein Hals wurde bei jedem Satz von ihm trockener. Ich sagte zu ihm, dass ich gerne mit ihm in ruhe reden möchte. Ich zahlte und wir gingen in meine Wohnung, die ich erst vor kurzem bezogen habe. Er setzte sich auf meine Couch. Sofort umarmten wir uns. Ich konnte nicht anders und brach in tränen aus. Er fragte mich was los sei. Ich erzählte ihm, dass ich nicht möchte, dass er in den Krieg zieht und dass ich mich in ihn verliebt habe. Für eine Minute herrschte absolute Stille. Dann sagte er nur: ,,Ich auch. Ich liebe dich auch."
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