Die Journalistin Gabriele G. schreibt für die deutsche Zeitung „taz“. Die erste Zeit nach der Wiedervereinigung fuhr sie – mit einer Kollegin und mit ihren zwei Hunden zusammen – im neuen Deutschland herum. Sie wollte über das Leben in verschiedenen Gegenden und Milieus schreiben. Die Reportagen geben dem Leser ein interessantes Bild davon, wie moderne Menschen leben und denken, und wie sie selber ihr Leben auffassen. Ein Text handelt von einem reichen, kinderlosen Ehepaar, das sich nur für Mode interessiert, und das keine menschlichen Kontakte hat. Ein anderer Text beschreibt alte Leute in einem Altenheim, die in furchtbarer Einsamkeit leben.
In den meisten Fällen kommentiert Gabriele G. nicht direkt das, das sie beschreibt, aber in der folgenden Geschichte ist es anders. Ohne es zu wollen bekommt sie nämlich eine wichtige Rolle in dem Leben einer fremden Familie, als ein kleines Mädchen sich eines Tages an sie wendet. Wir befinden uns in der Wohnung der Journalistin in Berlin. Das Jahr ist 1992.
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