Vor der sogenannten Christianisierung las und schrieb im deutschen Sprachraum fast niemand. Erste schriftliche Überlieferungen in deutscher Sprache stammen aus dieser Zeit.Im frühen Mittelalter finden Christianisierungen bei den Germanischen Stämmen in verstärktem Maße statt. Teilweise wird germanisches Brauchtum in die christliche Religion übernommen. (Wie beispielsweise, der Weihnachtsbaum)Das Mittelalter ist gekennzeichnet durch ein statisches Weltbild - die Erde als Scheibe bzw. als Kugel steht im Mittelpunkt. Oben ist der Himmel als Wohnstatt Gottes, Jerusalem ist Mittelpunkt der Welt. Alles, was auf der Erde existiert, ist von Gott so eingerichtet worden, auch die undurchlässige Gesellschaftspyramide (einmal Ritter, immer Ritter; einmal Leibeigen, immer Leibeigen), in der jeder seinen unveränderlichen Platz und seine Aufgaben hat. Der Adel (inklusive Rittertum und hohem Klerus) übt sehr offen die Macht aus, die ihm aus seinem Besitz an Land und Leuten erwächst. Sein Reichtum dient ihm zur Anschaffung von Waffen, um seinen Platz gegen rivalisierende Adlige zu behaupten und zur Repräsentation. Bürger und Bauern sind dazu da, diesen Adel durch Dienste und Abgaben zu ernähren. Die festgefügte Welt zeigt sich an den kirchlichen und weltlichen Bauwerken. (Dome und Schlösser)All diese Fakten spiegeln sich in der Literatur wieder, wobei es in dieser Zeit nur ein Deutschsprachiges niedergeschriebenes Werk gibt, Das Evangelienbuch von Otfried von Weißenburg. Alles Andere sind Erzählungen in Form von Zaubersprüchen, Segen, Rätseln, Gelöbnissen, Götter- und Heldensagen, und Klosterbüchern. Ein besonderes Merkmal der Althochdeutsche Literatur ist die damalige Deutsche Sprache, eine Mischung aus Latein und Deutsch.
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