1. Interpretiere den Dramenauszug. Beziehe dabei auch die sprachliche Gestaltung mit ein und mindestens eine Kommunikationstheorie, die Du aus dem Unterricht kennst.
Der Dramenauszug besteht aus der achten, neunten und zehnten Szene aus George Büchners Drama „Woyzeck“, welches zum ersten Mal im Jahre 1897 herausgegeben wurde. Das Drama handelt von Franz Woyzeck, welcher durch starke soziale Ungleichheiten, der oberen Gesellschaftsklasse und wiederholter Erniedrigungen psychisch so verletzt wird, dass er letztendlich seine Geliebte tötet. Sowohl die achte, als auch die zehnte Szene spielen in einer Gasse, während die Neunte auf einer Straße stattfindet. In jeder der Szenen sind nur wenige Personen vorzufinden. Marie und der Tambourmajor in der Achten, der Hauptmann, der Doktor und später auch Woyzeck in der Neunten und Marie und Woyzeck in der Zehnten.
In der achten Szene stehen sich Marie und der Tambourmajor gegenüber. Marie möchte sich noch nicht ganz dem Tambourmajor hingeben, zögert noch, selbst nachdem er gesagt hat, dass er viele Kinder mit ihr haben möchte. Sie fühlt sich geschmeichelt und ist stolz darauf, dass er sie liebt, scheint aber noch nicht bereit zu sein, sich ihm ganz zu öffnen und verstimmt, sobald er sie umfasst (Zeile 12-13). Schlussendlich gibt sie resigniert auf und lässt es über sich ergehen. Die Art, wie der Tambourmajor und Marie miteinander sprechen spiegelt wieder, in welcher Gesellschaftsklasse sie sich befinden. Beide reden auf eine leicht gehobene Art, jedoch nicht sehr gebildet, welches auf die mittlere Schicht hindeutet.
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